Folge 4: Ich liebe dich bis in den Tod
Shownotes
Hannah ist unzufrieden mit ihrem Leben, möchte etwas ändern und stößt auf das Coaching der Liberator Academy. Schnell ist die junge Frau gefesselt von Markus Streinz. Sie hat das Gefühl, viel von diesem Guru lernen zu können. Kurzerhand bricht Hannah aus ihrem alten Leben aus, kündigt ihren Job, und zieht zu Streinz nach Wien. Sie sieht ihn als ihren Lehrer, doch bald wird aus den beiden ein Paar. Fast täglich ist Hannah von da an seinen verbalen Attacken ausgesetzt, die laut Streinz ihrer persönlichen Transformation dienen sollen. Unter dem Deckmantel spiritueller Rituale beginnt er, sie zu schlagen, irgendwann beinahe täglich, schildert sie. Als die Gewalt immer weiter zunimmt und Streinz sie mehrfach würgt, versucht Hannah, zu fliehen. Doch Streinz und die Gruppe endgültig hinter sich zu lassen, ist eine riesige Herausforderung.
Hannah möchte anonym bleiben, wir haben ihre Stimme deshalb verfremdet.
Hilfsangebote rund um die Themen Gewalt und psychische Gesundheit findest du hier: www.wannatalkaboutit.com/de/
Für weitere Einblicke rund um die Abgründe der Coaching-Szene folge uns auf Instagram: www.instagram.com/nn.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Bevor es losgeht, ein Hinweis.
00:00:03: In diesem Podcast sprechen wir über Gewalt an Frauen.
00:00:06: Dabei kommen Themen wie körperliche, psychische und sexuelle Gewalt zur Sprache.
00:00:12: In dieser Folge geht es außerdem um das Thema Suizid.
00:00:16: Wenn euch diese Inhalte belasten könnten, hört diese Folge bitte nicht alleine.
00:00:22: Wenn ihr selbst betroffen seid oder Unterstützung braucht, findet ihr eine Auswahl an Hilfsangeboten in den Shownotes.
00:00:29: Das hier ist die vierte Folge von Brügel fürs Karma, die Abgründe der Coaching-Szene.
00:00:36: Wenn ihr die anderen Folgen noch nicht gehört habt, fangt am besten da an.
00:00:41: Und jetzt geht's los.
00:00:51: Da hat einfach die wirklich was die ganze Nacht mich in so einem Schwitzkassen gehabt.
00:00:56: Und ich dachte mir, ich habe auch kurz was gedacht.
00:00:57: Ich muss hier raus, ich muss zu meinem Freund, ich muss was mache hier, so richtigen Panik auch bekommen.
00:01:04: Das ist Hannah.
00:01:06: Hannah liegt in dem Moment, den sie hier beschreibt, in einem Bett, in einem Hotelzimmer in Bratislava.
00:01:13: Sie ist gerade erst angereist mit einem Mann, den sie heute zum ersten Mal im echten Leben getroffen hat und mit dem sie nun ein Bett teilt.
00:01:22: Der Mann liegt neben ihr, einen Arm fest um sie gelegt und schläft.
00:01:28: Hannah hingegen macht in dieser Nacht kaum ein Auge zu.
00:01:33: Der Mann, der neben ihr liegt, ist Markus Streins.
00:01:37: Hannah heißt eigentlich anders.
00:01:39: Sie schildert uns hier, was sie im Jahr im Jahr im Jahr ist.
00:01:44: Zu diesem Zeitpunkt ist sie in einer Beziehung mit einem anderen Mann.
00:01:48: Sie ist aber nicht richtig glücklich.
00:01:51: Ganz allgemein zweifelt sie ein wenig an ihrem Leben.
00:01:54: Sie hat das Gefühl, sie muss aus ihrem Nine to Five Job ausbrechen.
00:01:58: Etwas Neues probieren.
00:02:00: Sie macht sich auf die Suche im Internet.
00:02:03: Schaut sich verschiedene Coachings an.
00:02:05: und bekommt dann von einer Freundin den Tipp.
00:02:08: Schau dir doch mal die Liberator Academy und Markus Streins an.
00:02:12: Und ich muss sagen, ich war ab der ersten Sekunde, war ich hin und weg.
00:02:15: Jetzt nicht von ihm als Person, sondern von der Vision, die er hatte.
00:02:20: Von dem Wissen, von der Weisheit, von dem Intellekt, von dem Gesagten, eigentlich von allem.
00:02:26: Und hab mir gedacht, okay, wow, das ist irgendwie der erste Mensch, wo ich resoniere komplett.
00:02:31: wo ich automatisch auch einen Sog verspürt habe, von dieser Quelle mehr erfahren zu wollen.
00:02:37: Ich war an die Übertriebenes-Fangirl, muss ich dazusagen, ich war ein sehr krasses Fangirl von ihm und habe ihn einfach mal ohne viel nachzüberlegen gefragt, ob er mir ein Astrologie-Coaching empfehlen kann.
00:02:47: Hannah nimmt also Kontakt zu Markus Streins auf und keine fünf Minuten später erzählt sie, antwortet Streins ihr.
00:02:55: Total offen kommt er ihr vor, teilt direkt sämtliche Informationen mit ihr.
00:03:01: Und ist hilfsbereit.
00:03:02: Und ich habe mich dann auch sehr gefreut wie ein kleines Mädchen, dass ich gelacht habe, jetzt habe ich quasi den Zugang zu der krassesten Quelle, die es überhaupt auf der ganzen Welt gibt.
00:03:10: Die beiden bleiben in Kontakt.
00:03:12: Und wenig später hat Hannah die Möglichkeit, Markus Streins persönlich kennenzulernen.
00:03:18: Als ich das dann gehört habe, dass er mich quasi eingeladen hat, dass ich drei Tage oder zwei Tage mit ihm nach Wien und Bratislava fahren soll, war für mich richtig krass.
00:03:27: War für mich, glaube ich, die Chance meines Lebens, erstens aus meinem alten Leben rauszukommen, mich von der Beziehung zu trennen, in der mich mich selber damals auch nicht in der Lage habe, gefühlt habe, zu trennen.
00:03:37: Hannah sagt also sofort zu.
00:03:40: Drei Tage Bratislava.
00:03:43: Streins plant alles.
00:03:44: Die beiden treffen sich am Bahnhof und steigen gemeinsam in den Zug.
00:03:48: Auf der ganzen Fahrt reden sie miteinander und Hannah merkt seine Energie, seine Präsenz.
00:03:54: Das alles macht etwas mit ihr.
00:03:56: Sie hat zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, er ist ihr spirituell absolut überlegen und sie kann viel von ihm lernen.
00:04:04: Was genau sie in Bratislava unternehmen werden, weiß Hannah nicht.
00:04:08: Sie weiß nur, dass Streins dort öfters mal in Clubs geht, zum Tanzen.
00:04:14: Wir waren nur zu zweit.
00:04:16: Ich habe dann auch gefragt, ob ich ein eigenes Zimmer haben kann im Hotel, weil ich jetzt nicht war.
00:04:21: Ich kenne diesen Mann nicht.
00:04:22: Und er meinte dann, dass es nicht möglich, ein Doppelzimmer zu buchen oder ein Zweizimmer zu buchen, weil schon gebucht wurde, irgendwie ausrehen kann.
00:04:29: Hannah hat das Gefühl, sie hat keine andere Wahl.
00:04:32: Sie erreichen also das Hotel, checken ein und gehen aufs Zimmer, das Streins für sie reserviert hat.
00:04:39: Ab dem ersten Moment habe ich schon gemerkt, dieser Mensch kennt keine Privatsphäre.
00:04:42: Es gibt für ihn keine Privatsphäre.
00:04:43: Er hat sich auch dann vor mir ausgezogen.
00:04:45: Er hat sich komplett nackt.
00:04:46: Aber da habe ich schon gemerkt, der hat keine Hemmungen, also wirklich gar keine.
00:04:50: Wir sind dann nicht in die Disko gefahren, weil wir beide sehr müde waren.
00:04:52: Das heißt, wir haben uns eigentlich kurz was gegessen und auch sofort schlafen gelegt.
00:04:56: In ein Bett zusammen.
00:04:58: Wie hat sich das angefühlt?
00:04:59: Total komisch.
00:04:59: Also total ungewohnt, eigentlich auch total das, was ich nicht wollte.
00:05:05: Ich habe aber damals immer ... oder oft Dinge gemacht, die ich, wo ich gefühlt habe, nein.
00:05:09: Ich habe es aber trotzdem gemacht, einfach weil ich das Gefühl habe, ich musste, ich musste ihm das jetzt zurückgeben oder was auch immer.
00:05:15: Und da gab es auch einen Moment, wo er dann versucht hat irgendwie, mir näher zu kommen beim Schlaf oder kurz vor dem Schlafen gehen.
00:05:22: Das heißt, er hat irgendwie dann in meiner Hand oder seinen Arm über mich drüber gelegt und mich halb erwirkt damals, wo ich mir auch dachte, okay, was passiert jetzt?
00:05:30: Und ich habe dann irgendwie versucht ... Wenn ich so reflektiere, muss ich es über mich selber lachen.
00:05:37: Normaler Menschen würden sofort sagen, verpest dich oder mach deine Hand weg.
00:05:40: Und ich war wie so eine kleine Maus, hab dann versucht, mich einfach nur so wenig wie möglich aufzufallen, einfach nur so ein bisschen mich wegzudrehen, aber hat nicht geklappt.
00:05:50: Da hat die ganze Nacht mich in so einem Schwitzkassen gehabt.
00:05:53: Hast
00:05:53: du da überhaupt einen Auge zugemacht in der Nacht?
00:05:56: Nur kurz, vielleicht so eine Stunde oder so.
00:05:59: Ja, aber war dann eigentlich ganz ... ja.
00:06:02: Ja, war komisch, ja, auf jeden Fall.
00:06:04: Aber er hat geschlafen?
00:06:05: Er hat geschlafen, ja.
00:06:07: Ich hab auch zwischendurch mal schon gesagt, ey, grad bisschen un-chillig so, könntest du mal deine Hand wegnehmen?
00:06:14: Nö, ging nicht.
00:06:16: Hannah ist bei der ganzen Sache nicht ganz klar.
00:06:19: Ist das jetzt etwas Sexuelles, was von Streins ausgeht?
00:06:23: Oder ist das Teil eines spirituellen Prozesses, den sie mit ihm durchlebt?
00:06:28: Denn Hannah, das erzählt sie uns.
00:06:31: Hat zu diesem Zeitpunkt große Schwierigkeiten mit körperlicher Nähe.
00:06:35: Streins habe das gespürt, sagt sie, und habe deshalb genau dort angesetzt.
00:06:40: Hannah fühlt sich sehr unwohl hier in diesem Hotelbett mit Streins, mit einem Mann, den sie kaum kennt.
00:06:47: Doch sie bleibt, verbringt das ganze Wochenende mit ihm, denn sie ist auch fasziniert von ihm.
00:06:53: Ich muss auch damals sagen, damals war er noch komplett anders als er jetzt ist und auch als ich ihn dann später kennengelernt habe.
00:06:58: Der war ja sehr ... Er war sehr ruhig.
00:07:03: Er hatte seine Machen, aber trotzdem war er sehr umgänglich, wenn man so sagen kann.
00:07:10: Der Terror hat dann ein bisschen später erst angefangen.
00:07:13: Dennis bleibt nicht bei diesem Wochenende.
00:07:16: Hannah folgt Streins nach Wien.
00:07:19: Sie lebt dort mit ihm, führt eine Art Beziehung mit ihm.
00:07:23: Und durch lebt dort, das sagt sie heute, die schlimmste Zeit ihres Lebens.
00:08:01: Ich bin Nina Eichenmüller.
00:08:02: Und ich bin Nina Kamleiter.
00:08:05: Ihr hört Brügel fürs Karma, die Abgründe der Coachingszene.
00:08:10: Ein Podcast des Verlags Nürnberger Presse.
00:08:13: Das ist Folge vier.
00:08:15: Ich liebe dich bis in den Tod.
00:08:18: Also jetzt sieht es
00:08:19: aus, als würde gleich ein Unwetter
00:08:21: kommen.
00:08:21: Das wäre schlecht.
00:08:29: Wie viel haben wir noch?
00:08:32: Noch fünf Kilometer.
00:08:33: Ach so, muss ich auf diese Straße
00:08:34: da unten oder hier?
00:08:36: Ähm,
00:08:37: hier.
00:08:37: Das ist eine schlechte Ausfahrt.
00:08:44: Nina und ich sind mal wieder in Süddeutschland unterwegs.
00:08:47: Während der ganzen Fahrt hat die Sonne geschehen.
00:08:51: Die Klimaanlage in unserem Auto hat versagt.
00:08:54: Es war viel zu heiß.
00:08:56: Aber jetzt, als wir fast am Ziel sind, sieht es nach Regen aus.
00:09:00: Wir hoffen, dass das Wetter hält, denn wir haben uns für unser Interview in einem Park verabredet.
00:09:06: Wir wollen eine Frau treffen, die Markus Streins so nah war wie wohl niemand sonst in dieser Recherche.
00:09:12: Sie will uns von Dingen erzählen, die er ihr angetan hat.
00:09:16: Wir hoffen, dass alles wie geplant läuft.
00:09:18: Denn wir wissen nicht, wie sehr sie das Erlebte nach wie vor belastet.
00:09:24: Wir kommen genau um zehn nach an.
00:09:27: Ich hoffe nur jetzt echt, dass das jetzt alles klappt.
00:09:31: Und sie nicht doch noch in letzter Minute absagt.
00:09:35: Ich glaube, das klappt.
00:09:36: Ich denke auch.
00:09:37: Jetzt rechts.
00:09:42: Das ist schon die Straße.
00:09:45: Ja.
00:09:59: Und ich schreibe mal kurz, dass wir jetzt da sind.
00:10:02: Ah, sie hat geschrieben, komme.
00:10:03: Okay,
00:10:04: dann warten wir mal hier, würde ich sagen.
00:10:07: Wir warten an der Interesse, die sie uns genannt hat.
00:10:09: Und nach wenigen Minuten kommt Hannah auf uns zu.
00:10:12: Hallo.
00:10:15: Hi.
00:10:16: Nina, hi.
00:10:17: Also auch Nina, genau.
00:10:18: Einfach, wer ist denn beide Nina?
00:10:19: Ja, genau.
00:10:21: Hannah steigt zu uns ins Auto und wir fahren weiter in Richtung Park.
00:10:25: Sie macht einen entspannten Eindruck.
00:10:27: Während der Fahrt, stellt sie uns Fragen über unsere Arbeit.
00:10:30: Sie erzählt uns von dem Ort, durch den wir fahren.
00:10:33: Und indem sie Teile ihrer Kindheit verbracht hat.
00:10:36: Und sie navigiert mich zum Ziel.
00:10:38: Du kannst wenden, vielleicht auf der anderen Straßenseite parken oder so.
00:10:44: Und ich kann man hier in die Flüchtlinge starten.
00:10:46: Du kannst sie auch hinter den Weißen oder vor den Weißen darstellen.
00:10:50: Ach so ist die gar
00:10:51: nicht okay, das ist verboten.
00:10:52: Dann vielleicht auch mal weiterfahren.
00:10:56: Wir steigen aus und laufen in Richtung Park.
00:10:58: Wir suchen uns eine Bank.
00:11:02: Dann darfst du
00:11:02: gerne, wenn du möchtest, einfach mal erzählen, wie hast du überhaupt Markus Streins kennengelernt, wie hat das alles angefangen?
00:11:11: Gerne, ja.
00:11:12: Ich war damals, ich glaube, das war so ein kleine Umbruch immer in dem Leben.
00:11:16: Ich habe davor ein ziemlich normales Leben geführt.
00:11:18: Ich hatte meinen Job, mein To-Five, hab eigentlich mehr oder weniger geregelten Alter gehabt, war damals noch in der Beziehung, in der ich aber auch nicht so wirklich vollkommen oder glücklich war.
00:11:30: Und irgendeine Stimme in mir hat mich die ganze Zeit so penetriert und gesagt, da gibt es irgendwie mehr, das ist nicht ein falsches Potenzial.
00:11:38: Hannah erzählt uns, wie sie auf der Suche war, wie sie auf Streins gestoßen ist und nach kurzem Kontakt mit ihm nach Bratislava gefahren ist.
00:11:48: Wie das abgelaufen ist, hat sie uns zu Beginn der Folge erzählt.
00:11:52: Was wir hier klarmachen müssen, Hannah erzählt uns das Erlebte hier aus ihrer Sicht.
00:11:59: Gerne hätten wir auch mit Markus Streins darüber gesprochen.
00:12:02: Unsere Fragen zu der Reise nach Bratislava ließ er jedoch unbeantwortet.
00:12:07: Für Hannah ist das Wochenende in Bratislava keine schöne, aber eine sehr prägende Reise.
00:12:13: Denn sie hat das Gefühl, Streins durchschaut sie zu diesem Zeitpunkt komplett.
00:12:28: weil ich mich selber nicht so gut ausgekannt habe mit meinem Eigenungssystem.
00:12:32: Klar, ich habe eine Intuition immer funktioniert, die mir gesagt hat, irgendwas ist ein bisschen komisch, aber trotzdem habe ich mich eher so darauf verlassen, dass dadurch, dass er mehr sieht, wird er schon recht haben.
00:12:42: Das hat schon alles einen Grund, warum das so passiert ist, denkt Hannah.
00:12:46: Warum sie mit Streins in einem Bett geschlafen hat.
00:12:50: Warum sie sich so unwohl gefühlt hat.
00:12:52: Trotzdem lässt das Treffen in Bratislava sie ratlos zurück.
00:12:57: Und auch Streins meldet sich danach erst mal nicht mehr bei ihr.
00:13:01: Fast eineinhalb Jahre haben die beiden keinen Kontakt.
00:13:05: Doch Hannah bleibt weiterhin in dem Coaching-Kosmos und hört auch hin und wieder Dinge, die über Streins erzählt werden.
00:13:12: Ich hab nur ab und zu von irgendwelchen Quellen, ich weiß gar nicht mehr wo oder ich weiß auch wirklich nicht mehr was, nur so hin und wieder so Bruchstücke gehört von irgendwas mit zum Thema Gewalt und Frauen.
00:13:22: Das war immer so diese zwei Punkte, die immer sehr stark mit ihm in Verbindung gebracht wurden.
00:13:26: Ich habe mir das aber gar nicht weit angehört und lachen mir, vielleicht reden die Leute einfach nur, weil sie mir was schlechtes möchten oder so.
00:13:32: Dann besucht sie ein Coaching bei einer Frau, die eine Zeit lang mit Markus Streins zusammen war.
00:13:38: Und die erzählt ihr, was sie mit ihm erlebt hat.
00:13:42: Ab einem gewissen Zeitpunkt hat er einfach nur durchgehend missbraucht, also gewalttätig erledigt hat und so weiter auf jeglichen Ebenen.
00:13:51: Und das war für mich damals schockierend, weil ich nicht gewusst habe, dass das so extrem ist oder dass er dazu überhaupt fähig war, weil er auf mich den Eindruck nicht gemacht
00:14:00: hat.
00:14:00: Was hat das dann mit dir gemacht?
00:14:01: Ich war kurz schockiert.
00:14:03: natürlich, gleichzeitig, wenn du dich immer mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst und mit Transformationen und mit dem eigenen Körper.
00:14:10: Bekommst du irgendwann eine Distanz zu deinen Emotionen, auch zu dem, was im Außen passiert?
00:14:15: Das heißt, du kannst unterscheiden, wo lohnt es sich jetzt, sich aufzuregen oder komplett emotional davon beeinflussen zu werden?
00:14:22: oder wo sieht man wirklich die Realität, wie sie gerade ist?
00:14:27: Dann,
00:14:28: im Jahr ist es immer schlechter.
00:14:32: Das war, glaube ich, die Down-Phase meines Lebens.
00:14:34: Ich war komplett, ich würde nicht sagen depressiv, aber ich war ... Ich wusste nicht mehr weiter.
00:14:39: Ich war total unglücklich.
00:14:41: Ich habe keinen Ausweg gesehen.
00:14:42: Ich wusste nicht, was mein nächster Schritt ist, um aus dieser Situation, in der ich damals gesteckt habe, mit Beziehungen total schaden und den Job auch gesundheitlich total richtig am Arsch, weil ich einfach mir gedacht habe, fuck, fuck, fuck, was mache ich jetzt?
00:15:03: Hannah ist am Boden zerstört und dann ist Markus Streins plötzlich wieder da.
00:15:09: Wirklich war auch wie so ein Wunder, Magic, wo ich mir dachte, wie macht dieser Mensch das?
00:15:15: Ich war, ich lag in dem Moment im Bett, hab geheult ohne Ende.
00:15:18: Und in dem Moment bekomme ich die Nachricht auf Instagram von ihm.
00:15:21: Und die Worte der geschriebenen Haare hat waren original, warum so verzweifelt Lachsmiley.
00:15:28: Ich habe es auch noch so gescreenshotet.
00:15:29: Und mein Gesichter so gescreenshotet, dachte mir so, wie kannst du hell sehen?
00:15:33: Wie ist das möglich?
00:15:35: Als Strein sich bei ihr meldet, ist Hannah im Zwiespalt.
00:15:39: Einerseits hat sie in der Zwischenzeit einige negative Dinge über ihn erfahren.
00:15:44: Gleichzeitig hat sie das Gefühl, es geht ihr gerade so schlecht und er scheint das zu spüren und für sie da sein zu können.
00:15:53: Und vielleicht kann nur er sie da rausholen.
00:15:57: Doch einfach vergessen, was sie in der Zwischenzeit gehört hat, das möchte sie nicht.
00:16:02: Ich habe ihn sofort konfrontiert mit all den Sachen, die ich in der Zwischenzeit über ihn erfahren habe.
00:16:06: Mit den Gewaltvorwürfen, was eigentlich ein Problem hat, warum er so cholerisch ist, bla bla bla, komplett alles.
00:16:12: Interessanterweise hat er komplett in Ruhe, komplett sachlich und informativ mich aufgeklärt und mir beschrieben, warum das notwendig war und was eigentlich wirklich passiert ist und dass Frauen alle emotionale Wachs sind.
00:16:26: und ihre Emotion nicht unter Kontrolle haben.
00:16:28: Und deswegen brauchen sie von außen eine Schelle oder müssen wieder in die Realität zurückfinden.
00:16:33: Es geht meistens eben nur mit Schlägen oder mit sehr krassen Shocks und so weiter.
00:16:39: Hat dann auch erzählt, dass sie auch ihren Teil dazu beigebracht, beigetragen hat, dass es überhaupt erst so weit kommen konnte und hat sie auch komplett fertig gemacht.
00:16:48: Mit sie meint Hannah eine Ex-Freundin von Markus Streins.
00:16:52: von der sie unter anderem von den Gewaltvorwürfen erfahren hat.
00:16:57: Und dennoch.
00:16:58: Wir haben dann wieder angefangen, Kontakt zu haben.
00:17:01: Und genau, er kam, wie gesagt, genau zu der Zeit passen, wo ich in einer sehr krassen Transformation immer ein Leben gesteckt habe, wo ich auch Richtung Spiritualität gehen wollte, aber nicht genau wusste, mit wem und wie.
00:17:12: Das heißt, er ist dann quasi immer leben gekommen und dann hat er quasi diese Rolle eingenommen von meinem Teacher oder was auch immer.
00:17:21: Die beiden chatten miteinander und Streins redet ihr ein, was passieren könnte, wenn sie ihr Leben so weiterlebt wie bisher.
00:17:31: Dass ich entweder an einem Autounfall sterben werde, weil ich zu explosiv bin und zu sehr gegen das Leben ankämpfe.
00:17:37: dass ich Männer anziehen werde, die mich erniedrigen werden, die mich schlagen werden, die sehr toxisch sind, dass ich mich verbrennen werde.
00:17:46: Jetzt energetisch gesehen, dass ich komplett verbraucht, verbrannt aussehen werde und so weiter.
00:17:51: Und dass das Leben mich quasi immer wieder bremst, um kurz inne zu halten und zu reflektieren und einfach mal eine Stille in mich reinzubringen.
00:18:01: Hat dir das Angst gemacht, was du da prognostiziert hast?
00:18:04: Ja, definitiv.
00:18:06: Weil ich vor allem, weil ich darin die Wahrheit gesehen habe.
00:18:10: Und dann hast du das Gefühl gehabt, du musst jetzt was
00:18:12: ändern.
00:18:12: Richtig, ja.
00:18:13: Und ich hab auch das Gefühl gehabt, dass ich ihn brauche.
00:18:17: Also, dass ich, wenn er nicht da ist und mir hilft, dass ich das niemals rausschaffen werde aus meinem alten Leben sozusagen.
00:18:25: Also beginnt sie wieder, sich mit ihm zu treffen.
00:18:36: Bei uns sind an diesem Punkt ganz viele Fragezeichen im Kopf.
00:18:40: Wie kann es sein?
00:18:42: dass eine Frau, die von heftigen Gewaltvorwürfen weiß, sich trotzdem auf diesen Mann einlässt.
00:18:48: Obwohl sie selbst bereits in einer Situation war, in der sich dieser Mann übergriffig ihr Gegenüber verhalten hat.
00:18:56: Dafür muss man sich einige Dinge vor Augen führen.
00:18:59: Zum einen, Hannah befindet sich gerade, wie sie selbst sagt, an einem Tiefpunkt in ihrem Leben.
00:19:06: Ihr geht es so schlecht wie nie.
00:19:08: Sie weiß nicht weiter.
00:19:09: und Streins erklärt ihr vermeintlich, warum das so ist und vermittelt ihr, nur mit mir schaffst du es daraus.
00:19:17: Zum anderen hat Hannah im Gespräch mit Streins Ex-Freunden auch erfahren, dass sie sich einen Teil der Schuld selbst gibt, für das, was ihr widerfahren ist.
00:19:26: Denn so hat Streins es ihr erklärt, dass sie selbst einen solchen Mann angezogen habe, weil sie Wunden habe, Traumata, die nur durch ihn überwunden werden könnten.
00:19:38: Expertinnen nennen das eine Täter-Opferumkehr.
00:19:42: Wenn klar ist, niemals ist es die Schuld einer Frau, wenn sich ein Mann ihr gegenüber übergriffig verhält.
00:19:50: Aber damals glaubt Hannah dem, was Streins sagt.
00:19:55: Sie beschreibt in unserem Gespräch, wie sie zu diesem Zeitpunkt über das gedacht hat, was Streins Ex-Freundin ihr erzählt hat.
00:20:03: Ich finde Frauen, das ist so stark, wenn Frauen so selbst reflektierend sind, einfach so ... sagen können, dass sie wissen, dass sie selber auch Teilschuld haben, an dem was passiert ist, weil sie diese Person angezogen haben, weil es vielleicht so passieren musste, weil sie sonst anders es nicht, anders es nicht transformieren konnte oder so.
00:20:21: Das heißt auch, sie hat dann von Anfang an gesagt, dass ich überhaupt so einen nazistischen Mann angezogen habe, liegt auch an meinen Wunden.
00:20:29: Aber würdest du dann auch sagen, dass das eine Teilschuld von ihm nimmt, in dem was er getan hat?
00:20:36: So würde ich das nicht beschreiben.
00:20:36: Ich würde eher sagen, dass er dann als ein Werkzeug fungiert von etwas, was, wie sagt man, von etwas, was passieren muss vielleicht in dem Moment sozusagen.
00:20:49: Wie gesagt, rechtfertig nicht das, was er tut oder grundsätzlich, das geht gar nicht um ihn, sondern grundsätzlich Gewalt an sich, vor allem nicht in diesem Ausmaß.
00:20:58: Hannah glaubt damals also fest daran, dass Streins ihr helfen wird.
00:21:03: Sie kündigt ihren Job.
00:21:05: trennt sich von ihrem Freund und fährt zu Streins nach Wien und lebt von da an mit ihm und seinem engsten Kreis zusammen.
00:21:14: Was sie da erlebt, ist oft nicht leicht
00:21:17: für sie.
00:21:18: Aber sie hat das Gefühl, dass alles dient ihrer Transformation.
00:21:24: Sie beschreibt, wie damals der Alltag ausgesehen hat.
00:21:28: Das heißt, z.B.
00:21:29: jetzt sitzt er in der Mitte von dem Kreis oder wir sitzen vor ihm.
00:21:32: Wie ist deine Schüler quasi?
00:21:33: Und dann geht es halt los.
00:21:34: Dann sucht er sich die Menschen aus, wo er gerade merkt, die sind energetisch so am Zittern oder er sieht halt irgendwo, da ist noch ein Zwang grad im Laufen und der hat dieses Problem, dann wird das halt sofort attackiert.
00:21:45: Und zwar halt vor allen und ohne Hemmungen.
00:21:47: Der verwendet auch Schimpfwörter, also wirklich alles.
00:21:50: Der hat da keinen Filter, nichts.
00:21:52: Ja, irgendwann war halt dann auch mal ich dran.
00:21:54: Was heißt irgendwann?
00:21:55: Ich muss tatsächlich sagen, die ganze Zeit war der Fokus nur auf mir.
00:21:58: Ich wurde quasi von allen Seiten in irgendeiner Art und Weise provoziert, geträgt, was auch immer.
00:22:06: Ähm, ja.
00:22:08: War das nicht auch furchtbar anstrengend für dich?
00:22:10: Total.
00:22:11: Also, gerade wenn man das nicht gewohnt ist.
00:22:13: Also, war für mich krass.
00:22:15: Ich habe auch oft geweint, weil ich mir gedacht habe, wie kann ein Mensch so sein.
00:22:19: Aber trotzdem irgendwie durchgezogen, bin trotzdem gestandhaft geblieben, weil ich mir gedacht habe, wenn du das jetzt nicht schaffst und das jetzt nicht über dich ergehen lässt und das einfach transformierst, dann wird irgendwie nie was aus dir werden.
00:22:32: In dieser Zeit merkt Hannah immer wieder, dass sie das alles eigentlich nicht gut tut.
00:22:37: Aber sie hat das Gefühl, sie muss da durch.
00:22:40: Ich habe einfach nur die ganze Zeit gespürt, dass er ganz genau weiß.
00:22:44: dass ich auf den Angewiesen bin, dass er ganz genau weiß, wenn ich wachsen möchte, muss ich bei ihm bleiben.
00:22:48: Und das hat schon gereicht energetisch, dass man sich dann so festklammert an ihm und eigentlich gar nicht mehr loslassen will.
00:22:54: Wenn man sonst denkt, man kriegt sein Leben sonst nicht auf die Reihe.
00:22:56: Und es war auch immer einer seiner Motos oder sein, das war sein Mantra sozusagen, dass sobald man ihn verlässt, sobald man raus ist aus seinem Umfeld, geht dein Leben back ab.
00:23:08: Und nichts, was du machst, wird jemals funktionieren.
00:23:12: Und Hannah wird immer öfter zum Mittelpunkt solcher Attacken, irgendwann täglich.
00:23:18: Streins hat sie zwar einerseits zu sich geholt, ohne Mitgliedschaft, lässt sie dort leben.
00:23:24: Sie muss nichts bezahlen, keine Miete, kein Essen.
00:23:28: Er scheint sie als eine Art persönliches Projekt zu sehen.
00:23:32: Er verwendet anscheinend seine ganze Energie darauf, ihr bei ihrer Transformation zu helfen.
00:23:38: In dieser Zeit geht er sie immer wieder massiv an.
00:23:41: Er hat auch damals immer gesagt, ich bin der Feind und ich habe ein Messer hinterm Rücken und ich will ihm was schlechtes, ich will ihn ausnutzen, ich will ihn aussagen, ich bin ein Parasit.
00:23:49: Also immer diese ganzen dummen Begriffe, wo ich mir auch gedacht habe, was zur Hölle willst du eigentlich von mir?
00:23:54: Woher kommt das?
00:23:56: Und das Ding ist halt bei ihm, er ist darin so authentisch in dieser Rolle.
00:24:01: Er geht da so krass rein, dass du als Außenstehender oder als Betroffener das wirklich als die Realität wahrnimmst.
00:24:07: Vor allem gerade jemand wie ich, der sowieso ein bisschen fragil war zu dem Zeitpunkt.
00:24:11: Hanna zweifelt immer mehr an sich.
00:24:13: Hat das Gefühl, das, was Strein sagt, stimmt.
00:24:17: Sie ist ein schlechter Mensch.
00:24:20: Sie nutzt Leute aus.
00:24:22: So denkt sie damals von sich.
00:24:24: Gleichzeitig kommt ihr ihr jedoch immer näher.
00:24:29: Er bindet sie immer mehr an sich.
00:24:31: Doch Hanna will das eigentlich nicht.
00:24:35: Hab ihn auch zu dem damaligen Zeitpunkt eigentlich den ganzen Zeitraum niemals als ein Irgen Potenziellen, Lover, Freund, Macker, irgendwas gesehen.
00:24:46: Für mich war das wirklich ein Guru, ein Coach, von dem ich lernen möchte, eher so eine Vaterfigur, eine Lehrerfigur.
00:24:52: Aber nie habe ich in irgendeiner Art und Weise sexueller Anspannung oder was auch immer ihm gegenüber gefühlt.
00:24:58: Trotzdem ist das Ganze zwischen den beiden irgendwann eine Art Beziehung.
00:25:04: Hast du nicht das Gefühl gehabt, dass du die Situation irgendwie steuern kannst?
00:25:09: Also, dass es auch in Deiner Hand liegt, diese Entscheidung kommen wir uns näher.
00:25:12: Ich habe immer noch nie verstanden, warum, sobald ich mit jemandem Kontakt komme, bin ich wie, wie frengesteilt, wie, als hätte ich keine Stimme in mir, die mir irgendwas sagen möchte.
00:25:25: Obwohl sie das gar nicht so richtig will, ist Hannah nun also mehr oder weniger mit Streins zusammen.
00:25:31: Sie hat das Gefühl, sie hat nicht wirklich eine Wahl.
00:25:34: Denn für sie ist klar, sie will bei ihm bleiben.
00:25:38: Sie will weiter von ihm lernen.
00:25:40: Doch irgendwas in ihr wehrt sich gegen diese Konstellation, sagt sie.
00:25:44: Wahrscheinlich auch, weil diese Beziehung so gar nicht das ist, was sie sich unter einer Beziehung vorstellt.
00:25:51: Und auch Streins scheint damit zu hardern.
00:25:54: Hat er denn das Beziehung genannt zwischen euch?
00:25:58: Er hat es manchmal sich so anfühlen lassen, aber immer, wenn wir uns gestritten haben, hat er immer auch rausgehauen, dass er sich nicht wie in einem Beziehung mit mir fühlt, sondern eher wie mein Vater, wie meine Mutter oder was weiß ich was, aber halt nie, als wie mein Mann.
00:26:13: Immer wieder kommt es zu heftigen Konflikten zwischen den beiden.
00:26:17: Ein sehr enges Mitglied von ihm mal zu mir gesagt, dass sie das Gefühl hat, dass Markus noch nie jemanden oder zumindest als Frau so stark geliebt hat wie mich, weil er tatsächlich für mich viel mehr getan hat als für jede andere Frau und mit sehr viel mehr Geduld und Achtung, sage ich mal, vorgegangen ist als bei allen anderen Frauen, weil alle anderen Frauen hat er schon sofort.
00:26:39: grün und blau und geschlagen.
00:26:40: Bei mir hatte sich Zeit gelassen quasi damit und mir noch mehr Chancen gegeben, um mich selber zu regulieren, bevor es dann zur Gewalt gekommen ist und so weiter.
00:27:00: Was hat er mit mir gemacht?
00:27:01: Also teilweise waren es, oder hauptsächlich waren es Schläge bewusst mit der flachen Hand.
00:27:07: Am Anfang war es eher so ein Klaps auf den Kopf und irgendwann war, also das klappt, die erste krasseste Auseinandersetzung war dann auch im Sommer, wo ich dann irgendwie ihn mit irgendwas konfrontiert habe, aber eigentlich auf eine ganz lustige Art und Weise und er hat es aber voll in den falschen Hals bekommen.
00:27:25: Dann hat er angefangen, den Stuhl nach mitzuwerfen.
00:27:27: Das heißt, ich habe dann schon gespürt, dass es gleich losgeht und in dem Moment bin ich aufgestanden um quasi zu flüchten und er hat dann den Stuhl genommen und mir quasi den Rücken rein geschmissen und habe mich irgendwie auf das Sofa fallen lassen.
00:27:42: Und dann kam er halt... auf mich zu, in der sehr schnellen Geschwindigkeit und hat angefangen mich zu wügen, ohne Punkt und Komma.
00:27:52: Also es ging dann, glaube ich, so zehn Minuten lang.
00:27:54: Würde ich dann auch kurz, wirklich kurz, so ein Licht gesehen ab, oder kurz davor war so komplett abzudriften.
00:28:01: Ich habe mich natürlich logischerweise versucht zu werden, auch an seinen Verstand zu appellieren und zu sagen, ey, hör auf, weil du bist kurz davor, mich zu erwügen, also ohne Witz.
00:28:14: Ich schlege hin und da, mich auch in diesen Couch, reingedrückt, auch meinen Kopf genommen, bewusst geschüttelt.
00:28:20: Ich ginge so zwanzig Minuten lang das ganze Theater, geschrien ohne Ende, was ich für ein Missgeburt bin, was ich denke, welch bin.
00:28:29: Also alles rausgehauen, was auf seinem Herzen lag, scheinbar.
00:28:35: Dann ist er, als ob nichts gewesen wäre, geht er zurück zu seinem Tisch, spielt weiter sein Spiel.
00:28:41: Und ich lege auf der Couch total, also total nicht im Klaren, was gerade abgegangen ist, total am Zittern.
00:28:49: Ich spüre hier auf der linken Seite, dass es enorm Schmerz irgendwie und ich bin dann irgendwie intuitiv ins Bad gelaufen und habe dann mich angeschaut, ob ich welche Verletzungen habe.
00:28:58: Ich habe hier so einen Strich gesehen, so einen roten Blutergüsten, also auch teilweise das Blut geflossen ist.
00:29:04: Abdrücke hier auf meine Haut von seinen Händen.
00:29:07: Blaue Flecke, die sich schon gezeigt haben und so.
00:29:09: Und ich habe das dann gesehen, das erste, was in meinem Verstand kam, war die Aussage, bin ich gerade wirklich Opfer von häuslicher Gewalt geworden?
00:29:18: Also sozusagen, bin ich gerade wirklich fast verprügelt worden, fast umgebracht worden?
00:29:23: Dann habe ich, glaube ich, eine Stunde lang zusammengebraucht und habe dann geheult, wie so eine Hysterische.
00:29:33: Ab dem Moment, als ich wusste, zu was dieser Mann in der Lage ist, ich hab da schon immer so ein bisschen subtil gespürt bei ihm.
00:29:39: Aber an dem Abend hab ich selber erfahren, dass dieser Mensch wirklich in der Lage ist, jemanden mit seinen bloßen Händen umzubringen.
00:30:02: Nach diesem Vorfall sagt Hannah, ist Streins Seelen ruhig.
00:30:07: Als sei nichts passiert.
00:30:09: Er entschuldigt sich bei ihr, sagt ihr aber auch, dass sie aufhören soll, so hysterisch zu weinen.
00:30:15: Schließlich sei das Ganze jetzt passiert.
00:30:18: Man könne es nicht mehr Rückgängig machen.
00:30:21: Wir haben hier nur Hanna's Sicht der Geschehnisse gehört.
00:30:24: Streins wollte sich auf unsere Nachfrage nicht zu diesem konkreten Vorfall äußern.
00:30:29: Aber öffentliche Aussagen aus dem Umfeld der Gruppe zeigen, dass solche körperlichen Übergriffe kein Einzelfall sind.
00:30:37: In einem Podcast berichten ein Mann und eine Frau aus der Liberator Academy über Gewalt in ihrer Beziehung.
00:30:43: Sie erzählen im Detail, wie er sie angreift, sie wirkt.
00:30:47: Die Ähnlichkeiten zur Hanna Schilderungen sind sehr deutlich.
00:30:51: An dieser Stelle nochmal zur Einordnung.
00:30:54: Streins rechtfertigt Gewalt in der Regel damit, dass es sich um ein Mittel zum Zweck handelt, dass sie der Transformation dient.
00:31:02: Trotzdem entschuldigt er sich nach dem Übergriff bei Hanna und gibt ihr gleichzeitig immer wieder zu verstehen, dass sie Schuld sei.
00:31:10: Auch hier der Hinweis, Expertinnen nennen das eine Täter-Opferungkehr.
00:31:15: Und Hanna?
00:31:16: Wie auch andere Ex-Freundinnen von Streins sucht den Fehler bei sich.
00:31:21: Nach diesem Angriff ist sie nicht mehr sie selbst.
00:31:25: Also ich habe meine Komplette-Existenz hinterfragt.
00:31:27: Ich habe hinterfragt, zu wie viel Prozent habe ich vielleicht dazu beigetragen, dass das überhaupt sein musste.
00:31:32: Also ich habe auch immer wieder versucht, zu gucken, bei mir natürlich anzufangen, zu gucken, was stimmt mit mir eigentlich nicht?
00:31:39: und so weiter.
00:31:41: Und habe ab dem Moment auch eine richtig krasse, richtig krasse Todesangst vor ihm entwickelt.
00:31:47: Und das Paradoxe ist, anstatt dass ich versuche zu fliehen oder zu gehen, wirklich, es hat mich so viel Mut und so viel Wählenskraft gekostet, mich aufzuraffen und mich ihm zu stellen und quasi hinzugehen zu ihm, mich vor ihm hinzusetzen, vollgeheult und ihn einfach nur mit ihm zu sitzen.
00:32:07: Das war, glaube ich, so das Haus von der ganzen Zeit, was ich machen musste.
00:32:12: Weil ich Angst hatte, wenn ich jetzt gehe oder wenn er mich jetzt loslässt, dann, ich weiß nicht, wie so eine Illusion, dass ich dann wirklich mit nichts dastehe, dass ich einfach sterben werde ohne ihn.
00:32:31: Hannah und Streins leben auch nach diesem Vorfall weiterhin zusammen.
00:32:35: Beide merken aber immer wieder.
00:32:38: Sie können zwar nicht ohneeinander, aber auch nicht miteinander.
00:32:43: Und irgendwann war es halt dann so schlimm, auch für ihn mich zu ertragen, dass er mich quasi wegschicken musste.
00:32:48: Weil sonst hätte er mich halt unwahrscheinlich umgebracht oder so,
00:32:52: keine Ahnung.
00:32:57: Ich weiß, aber er hat auch zu mir oft gesagt, er hat mir oft gedroht, auch in die Texten nach Rechen, ich werde dich umbringen und das richtig nicht umgebracht habe.
00:33:04: Bis jetzt liegt einfach nur daran, dass ich dich sehr stark liebe.
00:33:07: Wo ich auch gemerkt habe, er hat selber so krasse Probleme damit zuzugeben, dass er jemanden liebt.
00:33:12: Er hat zwar immer gesagt, ich liebe dich, ich liebe dich, aber es war immer... Ich hab immer gespürt, es ist immer so ein, so ein, ja, irgendwas stimmt da einfach, irgendwas fühlt sich sehr unstimmig an.
00:33:23: Nach solchen Auseinandersetzungen, dem Rauswurf und den Drohungen folgt dann aber schnell immer wieder das Gegenteil.
00:33:31: Manchmal nach Stunden, manchmal nach Tagen, meldet Strein sich wieder, er schreibt oder ruft an und er will, dass Hannah zurückkommt.
00:33:40: Und Hannah kommt zurück.
00:33:44: Wie kann man sich das vorstellen, wie oft gab es solche Situationen, dass wirklich Gewalt, körperliche Gewalt eine Rolle spielt?
00:33:52: Ab einem gewissen Zeitpunkt, wie gesagt, das war alles im Sommer täglich, wirklich über drei Wochen lang.
00:33:58: Also gab es wirklich nicht mal einen Tag, wo es nicht geknallt hat.
00:34:03: In ihrer Instagram-Story postet Hannah damals immer wieder Bilder von ihren Verletzungen.
00:34:09: Mahl zeigt sie ein blaues Auge, mal mit blauen Flecken übersäte Oberschenkel.
00:34:14: Hannah erzählt uns von vielen weiteren Situationen, in denen sie sich hilflos streins Aggressionen ausgeliefert fühlt.
00:34:22: Sie berichtet, wie es sie in einem Hotelzimmer nach einem Event verprügelt.
00:34:26: Sie wirkt.
00:34:27: Komplett nackt schubst er sie dann vor das Zimmer, schließt sie Tür und lässt sie nackt draußen stehen, bis sie nach einigen Minuten wieder rein darf.
00:34:38: Sie erzählt Wie streint sie vor seiner eigenen Mutter, beleidigt und bespuckt?
00:34:43: Und sie erzählt uns, wie es sie im Wohnzimmer vor den anderen Mitgliedern schlägt.
00:34:48: Sie auszieht, sie beleidigt.
00:34:51: Ich habe manchmal auch einfach nur gedacht, warum sieht denn niemand, dass sich Hilfe... Also dass irgendwie, dass man es vielleicht auch auf eine andere Art versucht, einfach mal zu fragen, ey... Geht es eigentlich wirklich gut?
00:35:01: Brauchst du vielleicht irgendwas?
00:35:02: Also die waren alle immer so pro Markus und so pro das, was er macht.
00:35:07: Das ist die einzig richtige Methode.
00:35:08: Alles andere ist Quatsch.
00:35:10: Dass ich mich die ganze Zeit wirklich krass alleine gefühlt habe und nie wirklich gefühlt habe.
00:35:15: Ich könnte mit jemandem drüber reden, mich öffnen.
00:35:18: Hannah fühlt sich allein.
00:35:20: Zweifelt an sich.
00:35:21: Denn niemand scheint das Gefühl zu haben, dass hier etwas nicht stimmt.
00:35:26: Niemand außer ihrer Familie.
00:35:29: Doch die kommt in dieser Zeit in den Monaten, die Hanna bei Streins lebt, nicht an sie ran.
00:35:36: Also mein altes Umfeld hat dann immer, wenn ich wieder rausgeschickt wurde und wieder zurückgekommen bin, die haben mich alle nicht wiederkannt.
00:35:42: Aber auch alle wussten, dass es keinen Sinn macht, mit mir zu reden, weil es gab nur Markus und alles.
00:35:48: Und immer, wenn mir Leute versucht haben, Markus schlecht zu reden oder mir vielleicht einen anderen Blickwinkel versucht haben zu geben, ich habe sofort... mit Aggression reagiert.
00:35:57: Ich habe sofort gesagt, ihr seid alle nichts.
00:35:59: Ihr könnt alle nichts.
00:35:59: Ihr habt keine Wahrheit.
00:36:01: Ihr seht nichts.
00:36:02: Und ja, also komplett quasi ihn übernommen.
00:36:05: Ich habe ihn so krass verkörpert, dass ich teilweise einfach wie er fungiert habe.
00:36:11: Haben die das mitbekommen, dass du auch so heftige Gewalt erlebt hast?
00:36:15: Ja, natürlich.
00:36:16: Ich kam ja teilweise auch mit allen blauen Flecken zur Hand nach Hause und die haben es auch alle gesehen, aber was sollen die sagen?
00:36:20: Also das Ding ist, ich habe damals immer gesagt, ich würde sterben für ihn.
00:36:25: und dazu stand ich auch damals.
00:36:27: Und ich habe auch gesagt, bevor ihm was passiert, passiert mir was sozusagen.
00:36:31: Also so krass war ich seit Rücken sozusagen.
00:36:43: Hannah schildert uns detaillier Situationen, in denen Streins ihr Gewalt antut.
00:36:48: Wenn sie von anderen Frauen und ihren Erfahrungen spricht, fällt auch immer wieder ein Wort.
00:36:54: Vergewaltigung.
00:36:56: Deshalb kommen wir in unserem Gespräch schließlich an einen Punkt, an dem diese große Frage im Raum steht.
00:37:03: Und Hannah gibt uns das Gefühl, sie ist bereit darüber zu sprechen.
00:37:08: Ist dir das auch wiederfahren?
00:37:09: Hat er dich auch vergewaltt?
00:37:12: Ja, also man könnte jetzt, wie gesagt, aus der spirituellen Sicht kann ich es jetzt so erklären, so wie es er mir erklärt hat, dass es halt notwendig war für Lösen meiner Blockaden, die Frauen manchmal haben in dem Bereich, weil das Becken schief steht oder weil was, was ich, was.
00:37:28: Aus einer anderen Sicht kann man schon denken, ja, er ist halt einfach ein Eiskaltesatist.
00:37:33: Es ist scheinbar schon so, dass er halt eine gewisse Intensität mit sich bringt, die dann gewisse Dinge in den Frauen auflöst.
00:37:39: Dann hat Markus das immer so erklärt, dass er quasi als dieses Werkzeug fungiert, um den ganzen Dreck aus den Frauen rauszuholen in Form von Geschlechtsverkehr, weil es halt das schnellste Weg ist quasi, mit jemandem eins zu werden, zu verschmilzen und dadurch zu transformieren.
00:37:56: An dieser Stelle nochmal der Hinweis.
00:37:58: Wir wollten mit Markus Streins für diesen Podcast gerne persönlich sprechen.
00:38:03: Seine Sicht der Dinge anhören.
00:38:04: Wir wollten wissen, was er zu den Vorwürfen sagt, die Hanna und zahlreiche andere Frauen gegen ihn erheben.
00:38:12: Nach unserer Interviewanfrage wollte Streins zunächst, dass wir ihm unsere Fragen schriftlich schicken.
00:38:19: Das haben wir getan und ihm einen vierseitigen Fragenkatalog zukommen lassen.
00:38:24: Es ging darin, um sein Verhalten gegenüber Frauen.
00:38:27: aber auch um sein Coaching im Allgemeinen und seinen Umgang mit dem Thema Familie.
00:38:32: Auf unsere Fragen haben wir keine Rückmeldung mehr erhalten.
00:38:43: Für Hannah ist damals jedenfalls klar, das was mit ihr passiert, was Streins mit ihr macht, das ist irgendwie immer noch Teil ihres Prozesses.
00:38:54: Aus irgendeinem Grund, den sie heute nicht mehr wirklich greifen kann, ist sie überzeugt von Streins vermeintlicher Vision, von dem was er anstrebt.
00:39:04: und lässt deshalb vieles mit sich machen, was sie eigentlich nicht möchte.
00:39:09: Ja, ich muss, wie gesagt, noch mal dazusagen, dass in der ganzen Zeit, in der ich dort war und in der ich mit Markus war und auch mit seinen Leuten war, war ich vielleicht zu fünf Prozent ich selbst.
00:39:19: Die anderen, ich weiß nicht, wer ich war, ich weiß nicht, was mit mir los war, aber die Leute kennen mich eigentlich nicht wirklich, also die wissen nicht, wer ich wirklich bin.
00:39:29: Das klingt so, vielleicht für Ausstüne auch so dumm.
00:39:31: Ist die so hoch, checkt die nicht, dass die da, das ist einfach nur ein körperlicher Missbrauch ist.
00:39:37: Aber für mich war das halt viel mehr, weil ich halt die Vision gesehen hab und ich auch verstanden hab, teilweise, was er, wie er die Schläge rechtfertigt oder wie er das erklärt.
00:39:46: Ähnlich wie es, glaub ich, gesagt hat mit den Shocks, dass halt manche Frauen oder manche Individuen so krass am Leben vorbeileben oder halt in diesem Schlafmodus sind, dass sie einfach nur noch existieren als Roboter.
00:39:58: Aber nie wirklich die Fülle des Lebens erleben, weil sie mit all ihren Sinnen quasi da sind, sondern einfach nur halb hier, halb irgendwo.
00:40:06: Und dass man manchmal, es gibt ja auch manchmal Menschen, die, wie gesagt, als Beispiel mit dem Unfall ist, so halt manchmal ein Unfall erlebst, der dich dann komplett transformiert nach dem Unfall bist.
00:40:19: Ich glaube, ich gebe so viele Stories, wo Menschen nach einem Unfall auf einmal ihr Leben komplett verändert haben.
00:40:24: Und das ist halt quasi manchmal so eine Aufforderung vom Leben.
00:40:26: so, ey, wenn du es sanft nicht verstehst, die Zeichen die will du geben, dann musst du es halt einfach mal knallen.
00:40:32: Das hat er quasi so versucht zu erklären.
00:40:35: Ich habe eigentlich dann sogar angefangen, die Schläge zu akzeptieren bzw.
00:40:45: weiß gar nicht, wie ich das sagen soll.
00:40:48: Für mich war das normal irgendwann.
00:40:57: Hannah hat begonnen, die Schläge zu akzeptieren.
00:41:02: Dazu haben wir noch mal mit der Psychologin Ulrike Schießer gesprochen.
00:41:06: Ihr habt sie schon in der vorherigen Folge gehört.
00:41:09: Denn wir wollten wissen, wie es sein kann, dass ein Mensch plötzlich Dinge tut oder akzeptiert, die er eigentlich überhaupt nicht möchte.
00:41:19: Das heißt, es ist so Schritt für Schritt, übergeben Sie mehr und mehr... Kontrolle und ihre Entscheidungen an diese Gruppe, beziehungsweise meistens die Führungsperson in der Gruppe.
00:41:33: Und das geht ganz langsam, Schritt für Schritt, das ist nicht, also würden Sie vom ersten Tag so behandelt werden wie später, würden Sie sofort gehen.
00:41:41: Aber nachdem das so schrittweise passiert und sie umgeben sind von anderen Personen, die das ganz normal finden, also die ihnen spiegeln, dass das in Ordnung ist, dass das wunderbar ist, wenn es ein Problem ist, dann sind sie nur selber das Problem.
00:41:56: Und durch diese Dynamik passiert es, dass Menschen wie Hannah Schritt für Schritt immer weiter in eine Richtung gedrängt werden, fast ohne es zu bemerken.
00:42:06: Das
00:42:07: haben wir da auch bei der Psychologische Tricks.
00:42:09: Wie kriegen Sie das hin, dass Ihr gegenüber Gewalt akzeptiert, sich vielleicht sogar noch dafür bedankt, indem Sie das so verpacken in ... In so einer Kombination von, das ist ja nur für dich, das ist ja eigentlich was Gutes, das hat einen therapeutischen Hintergrund, das hat einen spirituellen Hintergrund.
00:42:34: Ich
00:42:34: konnte nicht an, dass du bist so schlimm, deine Art provoziert mich so arg.
00:42:40: Und dass immer jetzt auch bei Argumenten, wie sie in Gewaltbeziehungen, ein, zwei Beziehungen durchaus so vorkommen.
00:42:47: Schießer
00:42:48: sagt... dass es bei solchen Gewaltbeziehungen einen Unterschied macht, welche Form von Aggression gegen den anderen angewendet wird.
00:42:56: Und das Würgen, das bei Markus Streins immer wieder zu beobachten ist, hält sie hier für besonders gefährlich.
00:43:03: Zum einen, weil dabei schnell etwas Schlimmes passieren kann.
00:43:07: Auch wenn gar nicht die Absicht besteht, jemanden ernsthaft zu verletzen oder gar zu töten.
00:43:13: Und dass das aber eine ganz spezifische Form der Gewalt ist, die eine... fast eine verstärkte Bindung dann auch noch etwas bewirkt.
00:43:24: Weil man den Eindruck hat, diese Person hat mich ja verschont, der hat mir ja das Leben geschenkt, der hätte ja weitermachen können und hat nicht weitergemacht.
00:43:34: Also das ist ganz eine spezifische Form der Gewalt, die dem Täter fast noch zugutekommen kann.
00:43:46: Ihr erinnert euch vielleicht noch an die erste Folge.
00:43:49: An die Frau, die in einer Instagram-Story begeistert erzählt, dass Streins sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt habe.
00:43:57: Ihr hört ihr sie noch mal.
00:43:59: Dann haben wir ein Ritual gemacht und
00:44:03: es ging darum,
00:44:04: die Angst rauszukriegen.
00:44:06: Man hat ja mich gewürgt
00:44:08: und ich hab mich nicht gewährt, weil ich wusste, egal
00:44:10: was da jetzt gerade passiert,
00:44:12: es passiert das Richtige.
00:44:13: Und dann ist es
00:44:14: so lange gegangen, bis mir dann die Lichter ausgegangen sind.
00:44:18: Schießer sagt, dass der Guru quasi dein Leben in der Hand hatte und entschieden hat, dich weiterleben zu lassen.
00:44:26: Das sorgt dafür, dass man es so absurd, dass auch Klingen mag, Dankbarkeit verspürt.
00:44:32: Also diese Aussagen, dass jemand sagt, ja, das ist doch ganz wunderbar und das geht mir gut.
00:44:38: Das kennen wir sehr, sehr gut von diesen sechstenortigen Gemeinschaften.
00:44:43: Das ist was ganz Typisches.
00:44:45: Und die Betroffenen kommen dann später, manchmal Jahre später zu uns und wollen das dann auch aufarbeiten, dass sie sagen, ich verstehe nicht, warum habe ich das mit mir machen lassen.
00:44:56: Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, warum bin ich so weit gegangen?
00:45:00: Ich bin auch eigentlich ein kritischer Mensch.
00:45:04: Ich erkenne mich nicht wieder, warum war ich in dieser Gruppe so?
00:45:08: Zu dieser Einsicht zu kommen, das ist für Betroffene meist ein langer und schwerer Weg.
00:45:14: Zum einen sind da die Drohungen, die Aggressionen, denen sie von Mitgliedern der Liberator Academy ausgesetzt sind.
00:45:21: Allein das ist eine riesige Hürde für einen Menschen, der daraus möchte.
00:45:26: Und zum anderen, die Kontakte zur Familie, zu Freundinnen, zum gesamten früheren Umfeld haben Betroffene durch die Mitgliedschaft bei der Liberator Academy meist komplett abgebrochen.
00:45:38: Dorthin zurückzukehren fällt vielen daher extrem schwer.
00:45:43: Und dann steht sich die betroffene Person oft selbst im Weg.
00:45:47: Je mehr sie investiert haben in eine Gemeinschaft, Zeit, Energie, Geld, Liebe, desto schwieriger wird es sich dann einzugestehen, dass das ein Fehler war, dass sie missbraucht worden sind.
00:46:04: Man ist wütend auf den Guru.
00:46:07: Und so gleich habe ich das Gefühl, da vielleicht liegt es ja doch an mir.
00:46:11: Vielleicht war ich nicht gut genug, nicht engagiert
00:46:13: genug.
00:46:15: Vielleicht verliere ich ja doch, was weil ich gegangen bin und hätte nur ein bisschen länger durchhalten müssen.
00:46:20: Das beantwortet auch eine Frage, die sich uns immer wieder stellt, während wir Hanna's Geschichte hören.
00:46:26: Warum ist Hanna nicht gegangen?
00:46:29: Noch Hanna will gehen.
00:46:32: Nach mehreren Monaten, in denen sie erniedrigt, geschlagen und misshandelt wurde.
00:46:37: Irgendwann war es dann so schlimm, dass ich versucht habe zu fliehen.
00:46:42: Das heißt, meine Sachen zu packen und zu gehen.
00:46:44: Und immer, wenn ich das gemacht habe, und es hat sich schon angebahnt, ist er komplett eskaliert.
00:46:52: Er hat meine Sachen rumgeschmissen, hat mich angeschrien, hat mich auch weitergeschlagen, hat auch gesagt, dass er mich finden würde, egal wo ich bin.
00:47:01: Dass es keinen Sinn macht, vor der Wahrheit zu flüchten.
00:47:03: Es macht keinen Sinn, vor sich selber zu flüchten.
00:47:08: Ja, und ich habe trotzdem jedes Mal irgendwie geschafft, dann aus dem Haus zu ... Ich muss teilweise sagen, ich bin aus dem Haus gerannt.
00:47:15: Ich bin aus dem Haus gerannt.
00:47:17: Ich habe mich unter irgendwelchen Autos versteckt, weil ich einfach Angst habe, der kommt jetzt und bringt mich um.
00:47:21: Ein paar Mal kommt Hannah wieder zurück.
00:47:24: Weil, streint sie darum, bittet.
00:47:26: Sie anruft, ihr Nachrichten schreibt.
00:47:29: Und weil sie trotz allem immer noch das Gefühl hat, sie braucht ihn.
00:47:35: Als ich dann geschafft habe, von ihm loszukommen, das letzte Mal oder das vorletzte Mal im Sommer, bin ich dann in meine Heimat geflüchtet.
00:47:44: Ich war jeden Tag hochgradig depressiv.
00:47:46: Ich hatte Suizidgedanken.
00:47:52: Alles, was ich ... Ich kann es gar nicht beschreiben.
00:47:55: Ich war totinnerlich.
00:47:57: Ich dachte ... Ich bin der schlimmste Mensch, den es gibt.
00:48:01: Ich kann nichts, ich bin nichts.
00:48:02: Ich habe jetzt auch noch den Zugang zu ihm verloren.
00:48:04: Ich werde nie wieder mit ihm Kontakt haben können.
00:48:06: Alle dort hassen mich, also habe mir auch vielleicht wieder ein bisschen zu dramatisiert.
00:48:10: Aber ich habe mich gefühlt wie der letzte Dreck, wie der letzte Dreck.
00:48:22: Den Schritt aus der Gruppe zu schaffen ist schwer.
00:48:24: Was danach folgt, ist aber mindestens genauso hart.
00:48:29: Nicht nur Hannah, sondern auch viele andere Menschen haben nach ihrem Ausstieg zunächst seinen Tiefpunkt erlebt.
00:48:36: wie sie uns berichten.
00:48:38: Schuldgefühle, Scham, Trauer und Angst sind auch lange nach dem Ausstieg präsent.
00:48:45: Wir haben im Laufe unserer Recherche mit mehreren Ex-Freundinnen von Markus Streins Kontakt gehabt, doch nicht alle können oder wollen darüber reden, was sie mit ihm erlebt haben.
00:48:56: Da ist zum Beispiel eine Frau, die auf unsere Anfrage mit einer Sprachnachricht geantwortet hat.
00:49:02: Der Mix an Emotionen, den sie dabei empfindet, ist deutlich herauszuhören.
00:49:06: Einerseits ist sie froh und erleichtert, dass endlich jemand hinschaut und darüber spricht, was Markus Streins tut.
00:49:13: Während ihrer Beziehung habe er sie immer wieder geschlagen, gewürgt.
00:49:18: Andererseits sagt sie, dass sie es nicht schafft, über ihre Erfahrungen zu sprechen.
00:49:24: Sie ist nach wie vor traumatisiert.
00:49:26: Während sie die Nachricht an uns aufnimmt, kämpft sie mit den Tränen.
00:49:31: Sie sagt, dass, was sie erlebt hat, wird sie bis an ihr Lebensende begleiten.
00:49:37: Aus Angst vor Streins möchte sie auch nicht, dass wir ihre Sprachnachricht hier abspielen.
00:49:43: Die Zeit mit Streins hat bei diesen Frauen schwere Folgen hinterlassen.
00:49:48: Gleichzeitig haben wir in der Recherche den Eindruck, für ihn selbst bleibt sein Verhalten immer wieder ohne Konsequenzen.
00:49:56: So auch im Fall von Hannah.
00:49:59: Hast du ihn mal angezeigt?
00:50:00: Nee.
00:50:03: Weil ich erstens aus anderen Quellen von einer anderen Exfreundin wusste, dass da schon so ein Prozess läuft.
00:50:08: Ich glaube auch, dass sogar mehrere Frauen ihn angezeigt haben.
00:50:11: Ich bin mir gar gar nicht sicher.
00:50:14: Dass er aber zu nichts geführt hat.
00:50:17: Und auch Markus hat immer wieder voll offen zu den ganzen Leuten gesagt, dass er weiß, dass mich da immer Leute anzeigen.
00:50:23: Und er weiß ganz genau, dass er immer für ihn so eine Frau nichts wert.
00:50:26: Für ihn sind Frauen einfach nur irgendwelche Objekte, die man halt ... verwendet für seine Transformation oder für seine, was auch immer, auszuleben.
00:50:36: Mehr ist es nicht.
00:50:38: Und er hat immer gesagt, so ja, die können mich alle anzeigen, die können mich alle anzeigen.
00:50:43: Ich hätte sowieso jeden Prozess gewinnen, weil ich bin sowieso mit der Quelle verbunden.
00:50:46: Mir kann eh nichts passieren.
00:50:50: Immer wieder rechtfertigen Streins und seine Anhängerinnen die Gewalt, die er selbst und andere ausüben, als Teil eines Prozesses, eines Rituals.
00:51:00: als etwas, das den Menschen hilft, das zu ihrem Besten ist.
00:51:04: Aber spätestens nach dem Gespräch mit Hannah ist absolut klar, diese Gewalt passiert unter dem Deckmantel spiritueller Prozesse.
00:51:12: Aber Opfer wie Hannah sind den unvermittelten Attacken in ihrem Alltag mit Streins ausgeliefert.
00:51:18: Sie haben teilweise Todesangst und tragen schwere seelische Wunden davon.
00:51:24: Und trotzdem scheint Streins immer wieder damit, davon zu kommen.
00:51:28: Das hat auch mit dem österreichischen und deutschen Rechtssystem zu tun, wie Ulrike Schießer uns erklärt.
00:51:35: Und was das Ärgerliche daran ist, dass man das praktisch nicht anzeigen kann.
00:51:38: Also da sind wir jetzt wieder an einem Punkt, der natürlich auch sehr frustrierend ist, dass wenn Sie über so eine wechtenartige Gemeinschaft oder so eine Guruabhängigkeitsbeziehung Schaden nehmen, das lässt sich über unser Rechtssystem
00:51:54: praktisch
00:51:56: nichts...
00:51:57: irgendwie abhandeln, weil da läuft immer die Freiwilligkeit.
00:52:01: Also wir haben keine Anerkennung dessen, dass der Wille eines Menschen in einem bestimmten System sehr eingeschränkt
00:52:10: ist.
00:52:12: Was Ulrike Schießer sagt, wurde uns auch aus juristischen Kreisen bestätigt.
00:52:17: Manipulation und Machtmissbrauch nachzuweisen ist nur sehr, sehr schwer möglich.
00:52:22: Trotzdem versucht die Sektenstelle Wien
00:52:34: Das hat sich geholft im letzten Sommer und unsere Sorge war wirklich,
00:52:39: da könnte
00:52:40: ein Schritt zu weit gehen und der Person schwer verletzten bis töten.
00:52:45: Und dann haben wir versucht da... Das zusammenzuführen, also die verschiedenen Personen, die Aussagen der Personen, wir haben die Aussagen gesammelt, wir haben Beweismaterial gesammelt, wir haben uns in Österreich erkundigt, wo das am besten aufgehoben ist, wo man das am besten anzeigen kann.
00:53:06: Das ist nämlich sehr schwierig, überhaupt den richtigen Ort zu finden.
00:53:10: Wo zeigt man das an?
00:53:11: Denn
00:53:12: durch den Firmensitz in Deutschland streint selbst der Österreicher ist und die ständigen Aufenthalte in Südostasien ist das Ganze auch örtlich nicht einfach zu koordinieren.
00:53:24: Außerdem, sagt Schießer, haben die Betroffenen oft Angst.
00:53:29: Zum einen vor Streins und seinen Anhängerinnen, die aggressiv auftreten und Menschen bedrohen.
00:53:35: Zum anderen Angst davor, darüber zu sprechen, was ihnen passiert ist.
00:53:41: Denn oft haben sie selbst noch stark damit zu kämpfen.
00:53:52: All diese Faktoren führen dazu, dass Menschen wie Markus Streins Trotz der heftigen Vorwürfe und der Vielzahl an Betroffenen, oftmals lange keine Konsequenzen ihrer Taten erleben.
00:54:06: Im Laufe der Recherche ist Nina über Monate hinweg immer wieder in Kontakt mit verschiedenen Ermittlungsbehörden in Deutschland und in Österreich.
00:54:15: Denn während wir recherchieren, laufen auch Ermittlungen wegen Gewaltvorwürfen und versuchter Nötigung gegen Streins.
00:54:22: Als die Veröffentlichung unseres Podcasts näher rückt, Erkundigt sich Nina nochmal über den aktuellen Stand und informiert mich in einer Sprachnachricht.
00:54:32: Hi Nina, also ich habe jetzt Rückmeldung von der Staatsanwaltschaft aus Wien, weil ich da jetzt nochmal nach dem aktuellen Stand in den Ermittlungen gegen Streins nachgefragt habe und tatsächlich wurden die eingestellt.
00:54:45: Also das muss jetzt wohl Ende August Anfang September gewesen sein und zwar aus Mangel an Objektiven beweisen.
00:54:53: Die Vorwürfe waren wohl zu pauschal und ein Thema war irgendwie auch die Einwilligungen, die Verletzungshandlungen.
00:55:00: Also dieses große Thema Freiwilligkeit hat jetzt scheinbar dazu geführt, dass es keine Ermittlungen mehr bei der Staatsanwaltschaft Wien gegen Streins gibt.
00:55:09: Krass, oder?
00:55:11: Die Ermittlungen wurden eingestellt.
00:55:15: Im Grunde bestätigt sich damit genau das, was uns auch Ulrike Schießer schon in unserem Gespräch erklärt hat.
00:55:22: Trotzdem sind wir überrascht.
00:55:24: Besonders nach dem Wirbel um Markus Streins und der medialen Aufmerksamkeit sind wir davon ausgegangen, dass die Ermittlungen nun erst richtig Fahrt aufnehmen.
00:55:39: Was wir in dieser Stelle deutlich machen müssen, wir haben in diesem Podcast Schilderungen und Erzählungen von Menschen gehört, wie sie die Zeit mit Markus Streins erlebt haben.
00:55:50: Fakt ist aber auch, in keinem dieser Fälle ist Markus Streins von einem Gericht verurteilt worden.
00:55:57: Woran das mit unterliegt, haben wir mit Ulrike Schießer besprochen.
00:56:01: Grundsätzlich kommt es bei sekten ähnlichen Gruppierungen und wenn man seine Einwilligung zu Körperverletzungen gegeben hat, in Deutschland oder Österreich selten überhaupt zu Gerichtsprozessen.
00:56:15: Im November, wurde jedoch ein Guru aus der Nähe von Schweinfurt zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt und die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung angeordnet.
00:56:28: In diesem Fall ging es um Manipulation, Gruppenzwang, Machtmissbrauch, Vergewaltigung und Körperverletzung.
00:56:36: Unter anderem wirken bis zur Bewusstlosigkeit.
00:56:41: Im Fall von Markus Streins kam es bisher nicht zu einem solchen Prozess.
00:56:45: Dass nun die Ermittlungen in Österreich eingestellt wurden, scheint genau in das Bild zu passen, dass Streins von sich selbst hat.
00:56:53: Hannah hat uns das so beschrieben.
00:56:56: Er hat auch zu mir mal gesagt, ich merke, dass das, was ich tue, scheinbar richtig zu sein war, sonst hätte mich das Leben schon längst gebremst.
00:57:10: Nach einem intensiven Gespräch mit Hannah fahren wir sie wieder zurück zu ihrer Wohnung und machen uns dann auf den Weg zur Autobahn, zurück nach Nürnberg.
00:57:20: Die Mikros lassen wir erst mal ausgeschaltet.
00:57:23: Wir fahren eine ganze Weile in Stille.
00:57:27: Irgendwann macht Nina das Mikrofon dann wieder
00:57:34: an.
00:57:55: Ich
00:57:56: kann gerade noch gar nicht so
00:57:58: viel dazu sagen, weil ich das jetzt irgendwie
00:58:02: gerade erst mal so
00:58:03: setzen lassen muss.
00:58:04: Und ich glaube auch, dass mich das
00:58:05: noch so die nächsten Tage beschäftigen wird, weil es einfach schon echt krass ist, was sie erzählt hat von der Gewalt,
00:58:13: die ihr hier angetan hat.
00:58:16: Und dabei irgendwie auch, wie
00:58:17: sie immer noch drauf blickt, war schon
00:58:19: manchmal so irgendwie unglaublich, ob sie das jetzt gerade wirklich so
00:58:24: gesagt hat und gemeint hat.
00:58:26: Man hat ja
00:58:26: angemerkt, dass es sie mitnimmt, was sie erzählt, aber wie sie gleichzeitig trotzdem so uns einfach erzählt hat, er hat sie gewürgt, Minuten lang, er hat sie geschlagen und sie dabei relativ ruhig war.
00:58:38: Ich fand es auch jetzt, obwohl wir wussten, was uns erwarten wird, also wir wussten ja im Prinzip, was sie uns erzählen würden, was sie erfahren hat von ihm.
00:58:46: Aber trotzdem fand ich es jetzt richtig hart, das von ihr so ausgesprochen
00:58:49: zu hören.
00:58:51: Das macht noch mal was
00:58:52: ganz anderes, wenn die ... dass so eine Frau in deinem Alter gegenüber sitzt und dann halt irgendwie
00:58:58: so erzählt, wie sie diese Gewalt erlebt hat.
00:59:03: Durch so einen
00:59:03: Mann wie Markus
00:59:04: Streins, mit dem wir uns jetzt einfach seit Oktober, zwanzig, vierundzwanzig beschäftigen.
00:59:11: Ja, und von dem wir nicht
00:59:12: dachten, dass er uns so lange beschäftigen würde, auf jeden Fall.
00:59:16: Niemals.
00:59:16: Einerseits sind wir sehr froh, dass wir nun endlich eine Person getroffen haben.
00:59:24: die bereit war vor dem Mikrofon zu sprechen und die so nah an Streins dran war, dass sie alle Vorwürfe aus ihren eigenen Erfahrungen schildern konnte.
00:59:35: Andererseits sind wir schockiert über das, was sie uns erzählt hat.
00:59:39: Über das, was sie im vergangenen Jahr alles durchmachen musste.
00:59:44: Und wir sind froh, dass Hannah den Mut hatte, uns ihre Geschichte zu erzählen.
00:59:50: Und dass sie heute sagen kann,
00:59:52: Ich bin noch nicht komplett, würde ich sagen, noch nicht komplett frei von dem Ganzen.
00:59:58: Aber ich habe einen krassen Sprung gemacht.
01:00:01: Ich bin richtig, richtig krass stolz auf mich, dass ich jetzt heute hier sitzen kann und sagen kann, ich habe das, was alles verarbeitet bzw.
01:00:10: transformiert.
01:00:12: Respekt.
01:00:39: Das war Folge vier.
01:00:40: Ich liebe dich bis in den Tod.
01:00:43: Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, dann lasst uns gerne eine Bewertung da und teilt ihn mit euren Freundinnen.
01:01:10: Lukas G. Schlapp und Lena Wölke.
01:01:13: Aufnahme Robin Walter.
01:01:16: Beratung Storytelling Caroline Heilig und Vanessa Neuss.
01:01:21: Musik Lukas Graf.
01:01:23: Coverdesign Jonas Lange.
01:01:26: Social Media Vanessa Neuss.
01:01:28: Einige Zitate und Szenen haben wir für diesen Podcast nachgesprochen.
Alex
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